Was ist Jersey-Bettwäsche? Vorteile, Nachteile und Qualitäten
Jersey-Bettwäsche ist Bettwäsche aus gestricktem statt gewebtem Stoff, meist aus reiner Baumwolle. Sie ist besonders weich, leicht dehnbar und schmiegt sich an Bettdecke und Kissen an, deshalb kommt sie gut ohne Bügeln aus. Wie lange sie schön bleibt, hängt von der Qualität ab: Langstapelige Baumwolle, gezwirnte Garne und dichte Strickarten wie Interlock oder Jersey Royal halten ihre Form am längsten.
Kaum ein Stoff fühlt sich so vertraut an wie Jersey. Sie kennen ihn von Ihrem liebsten T-Shirt, das nach dem Waschen einfach angezogen wird und trotzdem gut aussieht. Genau das schätzen viele auch an Jersey im Bett. Wir erklären Ihnen, was Jersey ausmacht, welche Qualitäten es gibt und für wen sich Jersey-Bettwäsche besonders lohnt.
Jersey auf einen Blick
- Herstellung: gestrickt, nicht gewebt
- Material: meist 100 % Baumwolle, bei Spannbettlaken oft mit etwas Elastan
- Gefühl: weich, anschmiegsam, angenehm warm
- Pflege: knitterarm, Bügeln ist nach Belieben
- Ideal für: alle, die es kuschelig mögen, ungern bügeln, Kinder- und Gästebetten
- Weniger ideal für: sehr warme Schläfer, die es kühl und knackig mögen
Gestrickt statt gewebt: So entsteht Jersey
Die meisten Bettwäsche-Stoffe wie Satin oder Perkal werden gewebt. Dabei kreuzen sich Längs- und Querfäden im rechten Winkel. Jersey dagegen wird gestrickt: Ein einziger Faden bildet viele kleine Maschen, die ineinandergreifen. Hergestellt wird Jersey heute auf großen Rundstrickmaschinen. Christian Fischbacher etwa strickt den Jersey für seine Bettwäsche „Jersey uni“ in der Schweiz auf solchen Maschinen.
Die Maschen geben dem Stoff seine typischen Eigenschaften. Sie lassen sich leicht dehnen und springen danach wieder zurück. Dadurch legt sich Jersey glatt über Decke und Kissen, und Falten aus der Waschmaschine hängen sich oft schon beim Beziehen aus.
Die Jersey-Qualitäten im Überblick
Jersey ist nicht gleich Jersey. Diese Begriffe begegnen Ihnen beim Kauf, auch in unserer Jersey-Bettwäsche:
- Single Jersey: die klassische, einlagige Strickart mit einer glatten Vorder- und einer etwas raueren Rückseite. Die Christian Fischbacher Bettwäsche „Jersey uni“ ist ein feiner Single Jersey aus Supima-Baumwolle mit 140 g/m².
- Mako-Jersey: Jersey aus feiner, langstapeliger Mako-Baumwolle. Er ist weicher und glatter als Jersey aus kurzen Fasern.
- Interlock-Jersey: Hier sind zwei Maschenreihen ineinander gestrickt. Der Stoff ist dadurch dichter, auf beiden Seiten glatt und formstabiler. Die Elegante Bettwäsche „Solid Jersey“ zum Beispiel ist aus feinem Interlock-Jersey.
- Jersey Royal: besonders feiner Jersey aus extra langstapeliger, gekämmter und mercerisierter Baumwolle. Die Schlossberg Switzerland Bettwäsche „Perinn“ ist so ein Jersey Royal mit 120 g/m².
- Jersey mit Elastan: Ein kleiner Anteil Elastan macht den Stoff noch dehnbarer. Das ist vor allem bei Spannbettlaken üblich, etwa beim RUMÖLLER BASIC Jersey Spannbettlaken „de Luxe“ aus 95 % Baumwolle und 5 % Elastan.
Woran Sie gute Jersey-Bettwäsche erkennen
- Lange Fasern: Langstapelige Baumwolle wie Mako oder Supima ergibt feine, glatte Garne, die weniger fusseln und länger schön bleiben.
- Gezwirntes Garn: Werden zwei Fäden miteinander verdreht, wird das Garn stabiler. Beim Fischbacher „Jersey uni“ sorgt gezwirntes Schweizer Garn dafür, dass die Bettwäsche auch nach vielen Wäschen in Form bleibt.
- Veredelung: Mercerisierte oder laugierte Baumwolle bekommt mehr Glanz, leuchtendere Farben und mehr Festigkeit.
- Grammatur: Das Gewicht in Gramm pro Quadratmeter zeigt, wie viel Stoff verarbeitet ist. Ein höheres Gewicht bedeutet meist einen dichteren, etwas wärmeren Stoff. Allein entscheidet es aber nicht: Ein feiner Jersey Royal mit 120 g/m² kann hochwertiger sein als ein einfacher, schwererer Jersey.
Die Vorteile von Jersey-Bettwäsche
- Weich und anschmiegsam: Jersey fühlt sich vom ersten Moment an weich an und legt sich sanft um Kissen und Decke.
- Kaum Bügeln: Der Stoff ist knitterarm. Sie können ihn bügeln, wenn Sie es ganz glatt mögen, müssen es aber nicht.
- Angenehm warm: Jersey wärmt, ohne zu überhitzen, und ist im Winter besonders gemütlich.
- Hautfreundlich: Reine, langstapelige Baumwolle ist atmungsaktiv und angenehm auf der Haut.
- Unkompliziert im Alltag: ideal für Familien, Kinderbetten, Gästezimmer und die Ferienwohnung.
Die Nachteile und worauf Sie achten sollten
- Einfache Qualitäten leiern aus: Dünner Jersey aus kurzen Fasern kann mit der Zeit seine Form verlieren oder kleine Knötchen bilden. Dichte Qualitäten wie Interlock oder Jersey Royal und gezwirnte Garne halten deutlich länger.
- Wärmer als Perkal oder Leinen: Wer nachts stark schwitzt, schläft in einem kühlen Stoff wie Perkal oder Leinen oft angenehmer.
- Matte, lässige Optik: Jersey hat nicht den Glanz von Satin. Wer ein edles, glänzendes Bett mag, greift eher zu Mako-Satin.
Jersey im Sommer und im Winter
Jersey ist ein Stoff für das ganze Jahr. Im Winter fühlt er sich beim Hineinlegen gleich warm an und ist eine gemütliche Alternative zu Flanell. Im Sommer passt ein leichter, feiner Jersey für alle, die nicht stark schwitzen. Wer in heißen Nächten leicht ins Schwitzen kommt, wechselt im Sommer besser zu Perkal oder Leinen.
Jersey-Spannbettlaken: der passende Unterbau
Viele kombinieren ihre Bettwäsche mit einem Spannbettlaken aus Jersey. Durch das Elastan zieht es sich straff über die Matratze, rutscht nicht und wirft keine Falten. Das RUMÖLLER BASIC Jersey Spannbettlaken „de Luxe“ passt zum Beispiel auf normale Matratzenhöhen von 18 bis 35 cm und ist in vielen Farben erhältlich. Weitere Modelle finden Sie bei unseren Spannbettlaken.
Für wen eignet sich Jersey-Bettwäsche?
- Sie mögen es weich und kuschelig: Jersey ist eine der weichsten Bettwäschen überhaupt.
- Sie bügeln ungern: Jersey sieht auch ungebügelt ordentlich aus.
- Sie frieren leicht: Jersey wärmt angenehm, besonders im Winter.
- Sie beziehen Kinder- oder Gästebetten: Jersey ist robust und unkompliziert.
- Sie schlafen sehr warm: Dann sind Perkal oder Leinen meist die bessere Wahl.
Wie sich Jersey von Satin, Perkal, Leinen und den anderen Stoffen unterscheidet, lesen Sie in unserem Ratgeber Bettwäsche-Stoffe im Vergleich.
Häufige Fragen zu Jersey-Bettwäsche
Was ist Jersey-Bettwäsche?
Bettwäsche aus gestricktem statt gewebtem Stoff, meist aus reiner Baumwolle. Sie ist weich, dehnbar und kommt gut ohne Bügeln aus.
Muss man Jersey-Bettwäsche bügeln?
Nein. Jersey ist knitterarm und sieht auch ungebügelt gut aus. Wer es besonders glatt mag, kann ihn bügeln.
Was ist der Unterschied zwischen Jersey und Interlock-Jersey?
Interlock-Jersey besteht aus zwei ineinander gestrickten Maschenreihen. Er ist dichter, auf beiden Seiten glatt und hält seine Form länger als einfacher Jersey.
Ist Jersey-Bettwäsche gut für den Sommer?
Für alle, die nicht stark schwitzen, ja. Wer nachts leicht ins Schwitzen kommt, schläft im Sommer in Perkal oder Leinen kühler.
Leiert Jersey-Bettwäsche aus?
Einfache, dünne Qualitäten können mit der Zeit ihre Form verlieren. Jersey aus langstapeliger Baumwolle, mit gezwirntem Garn oder als Interlock bleibt deutlich länger in Form.
Was bedeutet die Grammatur bei Jersey?
Sie gibt das Gewicht des Stoffes in Gramm pro Quadratmeter an. Mehr Gewicht bedeutet meist einen dichteren, wärmeren Stoff, über die Qualität entscheiden aber auch Faser und Garn.
Persönlich beraten lassen
Ob Single Jersey, Interlock oder Jersey Royal: Den Unterschied spüren Sie am besten selbst. Bei RUMÖLLER - Feine Schlafräume in Hamburg-Blankenese (Elbchaussee 582) und im ELBE Einkaufszentrum (Osdorfer Landstraße 131) zeigen wir Ihnen unsere Jersey-Qualitäten von Christian Fischbacher, Schlossberg Switzerland und Elegante. Vereinbaren Sie hier einen Beratungstermin oder rufen Sie uns an unter +49 40 860913.