Was ist Seiden-Bettwäsche? Vorteile, Nachteile und Qualitäten
Seiden-Bettwäsche ist Bettwäsche aus den Fasern des Seidenspinners, meist aus Maulbeerseide. Sie ist besonders glatt, leicht und gleicht die Temperatur auf natürliche Weise aus: im Sommer fühlt sie sich kühl an, im Winter angenehm. Weil die Fasern so glatt sind, reibt Seide kaum an Haut und Haaren. Sie ist die feinste und zugleich empfindlichste Bettwäsche.
Seide gilt seit Jahrtausenden als Inbegriff von Luxus. Im Bett zeigt sie, warum: Sie legt sich federleicht auf die Haut, schimmert im Licht und fühlt sich bei jeder Bewegung geschmeidig an. Wir erklären Ihnen, was Seiden-Bettwäsche ausmacht, woran Sie gute Seide erkennen und für wen sie sich lohnt.
Seide auf einen Blick
- Material: Naturfaser aus dem Kokon des Seidenspinners, für Bettwäsche meist Maulbeerseide
- Webart: meist Satin, oft auch Jacquard mit eingewebtem Muster
- Gefühl: sehr glatt, leicht, geschmeidig, temperaturausgleichend
- Optik: edler, weicher Glanz
- Pflege: schonend; Seide braucht mehr Aufmerksamkeit als Baumwolle
- Ideal für: empfindliche Haut, besondere Ansprüche, ein Geschenk an sich selbst
Woraus Seide besteht
Seide ist eine Eiweißfaser, die der Seidenspinner für seinen Kokon spinnt. Für Bettwäsche wird vor allem Maulbeerseide verwendet. Die Raupen dieser Seidenspinner werden ausschließlich mit Blättern des Maulbeerbaums gefüttert, dadurch entsteht ein besonders langer, gleichmäßiger und feiner Faden.
Seide wird meist in Satinbindung gewebt. So liegen die glatten Fäden lang auf der Oberfläche, und der Stoff bekommt seinen typischen, weichen Glanz. Die Christian Fischbacher Bettwäsche „Soie“ ist zum Beispiel aus 100 % Maulbeerseide in feinem Satin gewebt.
Woran Sie gute Seiden-Bettwäsche erkennen
- 100 % Maulbeerseide: Sie ist die feinste und gleichmäßigste Seidenqualität. Achten Sie darauf, dass die Bettwäsche aus reiner Seide und nicht aus einer Mischung oder aus Polyester-Satin ist.
- Im Garn gefärbt: Wird die Seide schon als Garn gefärbt, bleiben die Farben besonders gleichmäßig und brillant. Bei „Soie“ ist das so.
- Fadendichte: Eine hohe Fadendichte steht für einen feinen, dichten Stoff. „Soie“ hat eine Fadendichte von 300.
- Gewicht: Das Gewicht in Gramm pro Quadratmeter zeigt, wie viel Seide verarbeitet ist. „Soie“ wiegt 74 g/m² und ist damit sehr leicht. Bei Seide wird das Gewicht häufig auch in Momme angegeben; mehr Momme bedeutet einen dichteren, haltbareren Stoff.
Die Vorteile von Seiden-Bettwäsche
- Temperaturausgleichend: Seide reguliert die Temperatur auf natürliche Weise. Sie fühlt sich im Sommer kühl und im Winter angenehm an.
- Sanft zu Haut und Haaren: Die glatte Oberfläche reibt kaum. Viele schätzen Seide deshalb für empfindliche Haut, und Haare verknoten nachts weniger.
- Federleicht: Seide ist leichter als jede Baumwoll-Bettwäsche und legt sich sanft auf den Körper.
- Besonders hautfreundlich: Seide ist eine reine Naturfaser und fühlt sich geschmeidig an.
- Edle Optik: Der weiche Glanz macht jedes Schlafzimmer besonders.
Die Nachteile und worauf Sie achten sollten
- Empfindlich: Seide braucht eine schonende Pflege. Reißverschlüsse, Knöpfe oder Klettverschlüsse anderer Wäschestücke können den feinen Stoff beschädigen.
- Höherer Preis: Seide ist der teuerste Bettwäsche-Stoff. Dafür bekommen Sie ein Schlafgefühl, das kein anderer Stoff bietet.
- Glatt und rutschig: Manche empfinden Seide anfangs als ungewohnt glatt; die Decke kann leichter verrutschen.
- Für den Alltag mit Kindern weniger geeignet: Für Kinder- und Gästebetten ist robuste Baumwolle wie Jersey oder Perkal praktischer.
Seide oder Satin?
Satin ist eine Webart, Seide ein Material. Seiden-Bettwäsche ist meist in Satinbindung gewebt, Satin-Bettwäsche dagegen meist aus Baumwolle. Baumwollsatin ist pflegeleichter und günstiger, Seidensatin leichter, glatter und temperaturausgleichender. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Was ist Satin-Bettwäsche?
Seide mit Muster: Jacquard
Seide gibt es nicht nur uni. Bei Jacquard wird das Muster direkt in den Stoff gewebt, glänzende und matte Flächen wechseln sich ab. Die Bettwäsche „Soie“ von Christian Fischbacher gibt es zum Beispiel auch mit eingewebtem Paisley-Muster.
Für wen eignet sich Seiden-Bettwäsche?
- Sie haben empfindliche Haut: Die glatte Naturfaser reibt kaum.
- Sie schlafen mal warm, mal kalt: Seide gleicht die Temperatur aus.
- Sie möchten sich etwas ganz Besonderes gönnen: Seide ist das Feinste, was es für Ihr Bett gibt.
- Sie suchen ein besonderes Geschenk: etwa zur Hochzeit oder zu einem runden Geburtstag.
- Sie möchten eine pflegeleichte Alltagsbettwäsche: Dann sind Baumwollsatin, Perkal oder Jersey die bessere Wahl.
Wie sich Seide von Jersey, Satin, Perkal, Leinen und den anderen Stoffen unterscheidet, lesen Sie in unserem Ratgeber Bettwäsche-Stoffe im Vergleich.
Häufige Fragen zu Seiden-Bettwäsche
Was ist Seiden-Bettwäsche?
Bettwäsche aus reiner Seide, meist aus Maulbeerseide in Satinbindung. Sie ist glatt, leicht und gleicht die Temperatur aus.
Ist Seiden-Bettwäsche gut für die Haut?
Viele empfinden sie als besonders angenehm, weil die glatte Faser kaum reibt. Seide ist eine reine Naturfaser und sehr hautfreundlich.
Ist Seiden-Bettwäsche im Sommer zu warm?
Nein. Seide gleicht die Temperatur aus und fühlt sich im Sommer kühl an.
Was ist der Unterschied zwischen Seide und Satin?
Seide ist ein Material, Satin eine Webart. Seiden-Bettwäsche ist meist als Satin gewebt, Satin-Bettwäsche meist aus Baumwolle.
Was ist Maulbeerseide?
Seide von Seidenspinnern, die mit Blättern des Maulbeerbaums gefüttert werden. Sie gilt als die feinste und gleichmäßigste Seidenqualität.
Persönlich beraten lassen
Seide muss man fühlen. Bei RUMÖLLER - Feine Schlafräume in Hamburg-Blankenese (Elbchaussee 582) und im ELBE Einkaufszentrum (Osdorfer Landstraße 131) zeigen wir Ihnen unsere Seiden-Bettwäsche und beraten Sie zur richtigen Pflege. Vereinbaren Sie hier einen Beratungstermin oder rufen Sie uns an unter +49 40 860913.